Holzverarbeitung

In meiner Holzverarbeitung widme ich mich sowohl dem Nassholz als auch dem nach der Trocknung gelagerten Holz. Beim Nassholz erfolgt zunächst das Vordrechseln (siehe Bild links), bevor es über mehrere Jahre zum Trocknen im Hof oder Keller gelagert wird. Um Schwindrisse zu behandeln, fülle ich sie teilweise mit ungiftigem und lebensmittelechtem Epoxidharz aus, wodurch ein besonderer Effekt entsteht.

Die Objekte werden in mehreren Schritten vom groben zum feinen Schliff bearbeitet, um eine glatte Oberfläche zu erreichen. Nach dem Schliff behandle ich die Objekte, teilweise mehrfach, mit lebensmittelechtem Drechselöl nach DIN-Norm, um ihre natürliche Schönheit zu betonen, und poliere sie anschließend. Kugeln werden zudem mit Carnaubawachs behandelt. 

Bei meiner Holzverarbeitung lege ich großen Wert auf Qualität, Ästhetik und die Verwendung unbedenklicher Materialien.

Einige Begriffserklärungen



- gestockt: 
Das Holz ist von einem Pilz befallen, dadurch kann es zu Verfärbung des Holzes und markanten, meist schwarzen, unregelmäßigen Linien kommen. Nach der Trocknung ist der Pilz vollkommen abgestorben. Die Linien bleiben erhalten und ergeben eine interessante Oberflächenoptik.





- geraucht:
Gerbstoffhaltiges Holz wie z. B. Eiche, Kastanie, Robinie... wird Salmiakdampf ausgesetzt. Das führt je nach Dauer zu einer deutlichen Verfärbung des Holzes. Der Salmiakdampf verflüchtigt sich dann sehr schnell und rückstandslos.


 





-- geflammt:
Das Objekt wird mit einem Gasbrenner je nach gewünschtem Effekt leicht bis sehr stark zum Brennen gebracht. Die verbrannte Oberfläche wird mit einer Bürste gereinigt, und kann dann weiterbehandelt werden ( Ölen oder Lackieren)


 




- Epoxidharz:

Schwindrisse, Rindeneinschlüsse und Abweichung im Wuchs können mit Epoxidharz ausgefüllt bzw. stabilisiert werden. Als  gestalterisches Element können die Auffälligkeiten mit eingefärbtem Harz hervorgehoben werden.  Nach vollständigem Aushärten ist das Harz ungiftig und lebensmittelecht.